Großer grüner Preußenpark – Wilmersdorfer Grünzug

BLN stellt Erweiterungsvorschläge für den Wilmersdorfer Preußenpark vor

Der Wilmersdorfer Preußenpark könnte erweitert und die Grünflächenversorgung in der Wilmersdorfer Innenstadt entscheidend verbessert werden. Der Preußenpark könnte wieder die naturnahe Grünfläche und grüne Oase in der verkehrsbelasteten Umgebung werden, die er einmal war. Für die Senatsverwaltungen für Umwelt und für Stadtentwicklung böte sich ein prominentes und symbolreiches Entsiegelungsprojekt an Berlins zentralem Behördenstandort, vor der Haustür der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bauen, Wohnen, im Zentrum der „City West“. Diese und andere Ideen für einen ökologischen, ganzheitlichen Umgang mit Berlins kostbarem Grünraum und unbebauten öffentlichen Raum stellte die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft für Naturschutz e.V. (BLN), ein Zusammenschluss von Berliner Naturschutzverbänden, am 14. Juni 2022 Bezirks- und Landespolitiker*innen und Behördenanrainern (Deutsche Renten­versicherung Bund) sowie Studierenden der TU Berlin vor Ort vor.

Die BLN hatte ihre Vorschläge im Mai veröffentlicht und Bezirks- und Senatsvertretern zur Prüfung übermittelt.

Sie sehen unter anderem eine Parkerweiterung durch Einbeziehung und Entsiegelung der angrenzenden Brandenburgischen Straße bis zum Fehrbelliner Platz nebst Bürgersteigflächen der Württembergischen und Pommerschen Straße vor; des Weiteren eine dichtere Vegetation im Park durch schmalere Wegeflächen nebst Pflanzung auch von Gehölzen – und eine Regenwassereinleitung von angrenzenden Behördendächern in den erweiterten Park. Der seit August 2021 provisorisch im Park gestattete „Thaimarkt“ zöge auf den Fehrbelliner Platz vor das Alte Rathaus Wilmersdorf „in Sichtweite zum erweiterten Park“ – mit Potenzial, den derzeit „amorphen“ Südteil des Fehrbelliner Platzes zu beleben, perspektivisch auch anders anzuordnen. Zum Fennseepark, dem westlichsten Ausläufer des Volksparks Wilmersdorf, entstünde eine grüne Achse im Wege einer teilweisen Bürgersteigentsiegelung auf der ruhigen, überdimensioniert breiten Barstraße.

Fast zeitgleich und quasi analog zum Vorschlag der BLN für den Preußenpark hatte Neuköllns Stadtrat für Stadtentwicklung Jochen Biedermann bekanntgegeben, die jährlichen mehr­wöchigen „Maientage“ künftig nicht mehr im Volkspark Hasenheide stattfinden zu lassen. Der bereits durch die Klimakatastrophe gestresste Park würde durch den Rummel zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Für die Maientage wird nun eine bereits versiegelte Ausweichfläche gesucht. Die Hasenheide soll durch behutsames Nachpflanzen und Entsiegelungen ökologisch gestärkt werden.

Ein Umdenken für den Preußenpark zeichnet sich auch in Wilmersdorf-Charlottenburg ab. Der dortige Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger teilte der BLN bereits am 29. Mai mit, deren Anregungen für den Preußenpark ergänzten sich in weiten Teilen mit den Plänen des Bezirksamts und seien nun in der detaillierten Prüfung. Er stellte eine erste Antwort bis zu den Sommerferien in Aussicht.

Für Juli ist eine detailliertere Vorstellung des Teilvorschlags „grüne Achse zum Fennseepark“ vor Ort geplant.

Visualisierungen des Konzepts sind hier abrufbar:

Download Visualisierung 1 (J. Kiesel, Naturfreunde) (PNG, 707 kb)

Download Visualisierung 2 (BLN) (PDF, 101 kb)

Download Visualisierung 3 (BLN) (PDF, 299 kb)

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